Mittwoch, 8. Juli 2009
Die Macht des Wortes
In einem Überwachungstaat wird die Sprache verändert. Die Alte Sprache wird durch das Neusprech / Newspech abgelöst. Warum sollte man das tun? Ist die Sprache wichtig?
Warum können wir uns nicht an unsere frühste Kindheit nicht erinnern. Weil uns die Worte fehlten sie zu erfassen und einzuordnen. Sich an einem gelben Ball zu erinnern fällt leichter wenn man ihn auch als solchen benennen kann. Über unsere Sprache erinnern wir uns. Wenn uns aber die Sprache fehlt wird es schwierig. Was passiert wenn die Sprache fehlt erkennt man an Wolfskindern. Erst wenn sie Sprechen lernen können sie sich Chronologisch und Präzise erinnern.
Mit Worten erfassen wir die Welt und ergründen sie. Intellektuelle Entscheidungsfähigkeit ist erst möglich wenn man zu unterscheiden fähig ist. Das ist Logisch und unsere Sprache verhilft uns dazu. Je größer unser Wortschatz ist umso Präziser können wir Unterschiede benennen und somit erfassen. Fügen wir in unseren Gedanken 2 Pusselstücke zusammen und Denken über etwas nach führen wir einen innerlichen Monolog im Kopf. Die Sprache unserer Gedanken ist unsere Linguistische Wortsprache. Je besser das Werkzeug Sprache abgestimmt ist umso schärfer fallen Unterscheidungen aus. Desto Klarer können wir unsere Umwelt beurteilen und einschätzen. Je größer unser Wortschatz ist umso besser können wir erkennen benennen und einordnen. Unser persönliches Vokabular beeinflusst unser gesamtes Denken maßgeblich. Unsere Worte sind das Gerüst unserer Gedanken, die Werkzeuge unseres Geistes.
Wenn man die Sprache stutzt und Worte verschwinden lässt, kann man auch unsere Gedanken beschneiden. Lässt unsere Gesellschaft Worte verschwinden?
Die Worte werden einfach ersetzt: Unterschicht / abgehängtes Präkariat
Hier noch ein paar Beispiele
Hier noch ein Paar Sprachschöpfungen
Wenn man sich das so anhört will man wohl unsere Gedanken stutzen, um uns Sand in die Augen zu Streuen. Den Zusammenhang zwischen Sprechen Denken und Handeln darf man niemals aus dem Augen verlieren.
Donnerstag, 16. April 2009
Was ist mit unseren Schulen los

Was ist mit unseren Schulen los
Die Bildungsqualität der Schulen scheint genauso zu verfallen wie die Klassenzimmer selbst. http://www.abendblatt.de/extra/service/944949.html?url=/ha/1983/xml/19830204xml/habxml830103_3803.xml Angela Merkel ruft Deutschland zur Bildungsrepublik aus, und die Wirtschaft erklärt uns im Gegenzug wonach ein viertel unserer Jugend Ausbildungsuntauglich ist sei. Wie passt das zusammen?
Einerseits werden die Anforderungen heraufgesetzt aber die Unterstützung wird abgebaut. Fordern ist Leichter als fördern. Indem man Forderungen stellt will man nicht tatenlos wirken. Man will das Niveau steigern. Die Blüten dieses Denkens sind das Turbo Abitur, Bachelor und Master, sowie ein gestrafftes Unterrichtspensum in der Grundschule. Die Kinder sind ihrer Kindheit beraubt und viele Kinder haben Burnout Symptome.
Auf der anderen Seite herrschen Chaos und Misswirtschaft. Zwischen dem Bund den Ländern und den Kommunen herrscht in Sachen Zuständigkeit ein heilloses Chaos. Zu viele Köche versalzen die Suppe, ein Planvolles handeln ist unmöglich. Selbst bei den Abiturs Prüfungen sind haarsträubende Fehler unterlaufen. Man werkelt an vielen Ansätzen und Theorien trotzdem scheint es immerzu bergab zu gehen.
Eine Systematik scheint aber doch in allen Reformen erkennbar zu sein. Man beschleunigt das Lernen. In der Grundschule lernen Kinder durch das System IntraActPlus Lesen http://www.zeit.de/2009/14/C-Sabrina . Man setzt durch ständiges wiederhohlen auf einen Automatisierungsprozess. Im Abitur fällt ein Jahr weg ohne das der Lehrplan angepasst wird. http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,533292,00.html. Im Bachelor und Masterstudium Prüfungen und Anforderungen erhöht.
Was kann diese Beschleunigung bewirken?
Ein Sprichwort zum Lernen kann Klarheit schaffen. „Denken ohne zu lernen ist töricht, lernen ohne zu denken gefährlich.“
Durch mangelnde Unterstützung werden viele durchs Rasta fallen. Die wenigen welche sich Unterstützung und Nachhilfe leisten können, werden zu einer Elite. Die reichen gehen sowieso auf Privatschulen und sind vom Schulsystem abgekoppelt.
Wenn man zu viel in kurzer Zeit lernen muss, hat nicht die Zeit und Nervenkraft über das Gelernte nachzudenken. Man wird auch zu sehr spezialisiert und zum Fachidioten ausgebildet. Allgemeinwissen kommt zu kurz. Diese Rahmenbedingungen kann man zur Manipulation nutzen. Durch Gehirnwäsche mit Reizüberflutung. Man lernt ohne zu denken. Man denkt nicht über gelerntes nach, es versickert einfach. So werden Dogmen in unser Denken gepflanzt.
Den einen wird Bildung vorenthalten, die anderen können regelrecht Programmiert werden. Wie sonst kann man sich eine Generation von Managern vorstellen die allen Ernstes glaubt der Markt reguliere sich selber. Erstes Zeichen von Manipulation ist Realitätsverlust.
Um Den Anteil von Menschen die durch das Bildungsrasta Fällt hat der Kabarettist Gerog Schramm erwas zu sagen.