Die Gottesfrage
Gibt es einen Gott oder nicht? Gibt es den Definitiven Beweis oder Nicht? Der absolute Gottesbeweis ist wie der Heilige Gral aller religiösen Menschen. Man sucht ihn seid es das Christentum gibt aber scheint ihn nicht zu finden. Woran liegt das? Die einen sind überzeugt die anderen Kritisch. Wenn man sich mit der Diskussion dieser Grundfrage auseinandersetzt folgt sie keiner Normale Meinungsbildung, sie wird mit viel Hingabe und Herzblut geführt.
Ein Normale Diskussion ist wie eine Schachpartie zu vergleichen. Man bringt seine Argumente und Fakten in Stellung. Jede Behauptung wird durch Beweise gedeckt, ansonsten werden sie aus dem Feld geschlagen. An dieser Gesprächspartie ergibt sich ob eine Behauptung Richtig oder falsch ist. Ist ein Argument haltbar oder nicht. Viele konstruktive Diskussionen verlaufen nach diesen ungeschriebenen Regeln. Religiöse Diskussionen funktionieren aber nicht nach diesen Normen. Wer sich davon überzeugen will braucht nur das Gespräch zwischen Atheist und Christ zu beobachten. Man verhakt sich heillos ineinander ohne auch nur einen Schritt weiter zu kommen. Normale Debatten werden mit Fakten geführt religiöse mit Glauben und Herzblut. Das ist der Unterschied den man herausheben muss. Die Debatte der gottesfrage muss man anders angehen. Viele Gespräche sind so Fruchtlos weil man die Grundsätze einfach nicht kennt.
Der Glaube
Eine Säkulare Debatte ist 2 Dimensional, Richtig und Falsch. Die Religiöse ist 3 Dimensional. Richtig, Falsch, Glaube. Normale Gespräche sind Emotionslos, Der Glaube ist es nicht. Jeder Mensch vertritt einen Glauben den er mit Herzblut verteidigt. Gott, Evolution, Vernunft, Pluralismus, Feminismus Humanisten und allerlei sonstige Ansichten. Wer hier weiterkommen will muss sich mit der Psychologie des Glaubens selbst auseinandersetzen.
Glauben oder Nichtglauben
Zu glauben, ist eine Emotionale Entscheidung. Gefühle kann man nicht diktieren und erzwingen. Hass vielleicht, aber bei manchen Menschen klappt nicht mal das. In der Psychologie gibt es den Begriff der Refraktionärs- Phase, unsere Gefühle machen es uns unmöglich klar zu denken. Selbst wenn wir es besser Wissen, in großer Erregung kann man dann nicht über richtig und falsch debattieren. Wenn sich ein Gespräch verhakt befindet sich oft einer der beiden Gesprächspartner in dieser Refraktionärs-Phase.
Das Problem an der Wurzel Packen
Eine Große Erregung ist manchmal auch nicht direkt zu erkennen. Steht diese aber im Raum, ist an einem Konstruktiven Gespräch nicht zu denken. Welche Gefühle haben das Potential uns aus der Bahn zu werfen. Die Angst hat das Potential dazu, bricht sie aus verengt sich der Blick und man konzentriert sich nur noch auf die Gefahr. Kampf oder Flucht das sind die einzigen Reflexe die unser Kleinhirn nur noch kennt. Das Großhirn hat Sendepause und sein Wissen liegt brach. Angst wird oft versteckt, wir sind manchmal so gut darin dass wir uns unserer eigenen ängste nicht mal bewusst sind. Wenn wir ein Religiöses Gespräch führen und sich die Fronten verhärten sollte man sich fragen, hat jemand Angst? Bin ich es oder mein gegenüber.
Bevor du dich der gottesfrage stellst frag dich selbst: „Habe ich Angst vor Gott?“ Stelle dich zuerst deiner Angst und sei dich ihrer bewusst. Erst wenn du bei der möglichen Existenz Gottes, einen klaren Kopf behältst kannst du Fakten und Argumente verarbeiten. Bei einer Klaren Meinungsbildung stellt man beide Ansichten Gleichberechtigt nebeneinander. Angst ist auch ein Flucht oder Leugnungsreflex. Es erfordert Mut beide Seiten mit vollem Gewicht in die Waagschale zu legen. Und wenn es noch offene Fragen gibt, gehe sie mit dem gleichen Mut an.
Angst macht blind, es erfordert Mut die Augen zu öffnen und der Wahrheit ins Angesicht zu schauen.
Samstag, 28. März 2009
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