Was sagen die Filme im Kino über unsere Gesellschaft aus?
Wer seine Finger am Pulsschlag unserer Gesellschaft legt, wird an die Filme und Serien nicht vorbeikommen. 2 Punkte verdeutlichen warum Medien ein Fenster zu unserer Seele sind.
1. Ein Gesetz unserer Wahrnehmung ist das wir alles was wir sehen in uns aufnehmen. Unser Gehirn notiert alles, bewusst und unterbewusst. Ob wir ein Wahrgenommenes Verhalten schätzen oder verachten, ist garnicht von Bedeutung. Je öfter wir etwas wahrnehmen desto präsenter ist ein Verhaltensmuster in unserem Kopf verankert. Es geht sogar so weit dass wir uns in die Gefühle der betroffenen Personen hineinversetzen. Dieses hineinversetzen kann so erfolgreich sein, dass man sogar genauso fühlt wie ein Opfer oder Täter. Dies zeigt auf das wir sogar unsere Biochemie mit der beobachteten Person angleichen. Jeder hat schonmal etwas im Film miterlebt, selbst beim Lesen von Büchern funktioniert diese Form des MIT-Gefühls. Zeig mir womit du dich beschäftigst, und ich sage dir was in dir vorgeht. Denn man wird zudem womit man sich befasst.
2.Wir haben die Eigenschaft zu lesen und zu konsumieren wonach wir Lust haben. Wenn sich Inhalte nicht mit unserer Grundstimmung vereinen lassen, sind wir buchstäblich nicht in der Stimmung dazu. Dadurch festigt sich unsere Grundstimmung, sie wird zu einem Psychologischem Indikator. Wenn sich unsere Stimmung verändert hört man das Sofort an unserer Musik und den Filmen die wir sehen. Menschliche Psyche ist auf Harmonie ausgerichtet, daher sind all unsere Signale einstimmig. Das ein trauriger Mensch fröhlich umherspringt ist kaum möglich.
Filme sind voll und ganz auf unsere Wahrnehmung gemünzt und deshalb unterliegen sie diesen 2 Regeln. Sie Zeigen uns die Grundstimmung unserer Gesellschaft und geben uns Einblick in die Psyche der Menschen.
Fangen wir mit den Filmen unsere Väter und Großeltern an. Zu Zeiten eines Heinz Erhard, Loui Definet, eines Heinz Rühmann. Uns jüngeren fehlt der emotionale Draht zu diesen Filmen denn wir sind nicht mehr in Stimmung dazu. Es waren Optimistische Zeiten wo das Wirtschaftswunder um sich Griff. Der überwundene 2 Weltkrieg schuf das Bedürfnis nach Harmonie und Frieden.
In den 70ern und 80ern Waren die Filme ausgewogen und vielfältig. In einigen Filmen wurde die Angst vor einem neuen Krieg wurde durch Geschichten von Alien Invasionen verarbeitet. Die Angst vor einem atomaren Fallout fand auch den Weg in die Filme. Dort kämpfen sich Menschen durch Postapokalyptische Landschaften.
In den 90ern war die Stimmung bereits angespannter. Der Fall der Mauer wirbelte alles auf auch unsere Ängste. Wenn ein Weltreich fällt ist einiges Los. Neue Möglichkeiten aber auch Gefahren Bestimmen den Geist dieser Zeit. Filme mit dieser Aussage sind zb. Jurassik Park.
Einige Aktuellen Filme sind durchzogen von einer nahezu düsteren Zukunfts Perspektive. Man spürt Angst um die Menschheit selbst. In vielen Filmen wird die Menschliche Rasse nahezu ausgerottet. Auch die Horrorfilme erreichen einen Grad an Perversion und Härte wie es noch nie der Fall war. Für die heutige Generation kann man sagen viele warten auf eine große Katastrophe. Die heutige Grundstimmung ist geprägt von Angst.
Das Passt auch zu dem vermehrten aufkommen von Horrorfilmen. Angst kann man in reiner Form nicht lange ertragen. Man flüchtet vor seiner eigenen Angst, aber durch angsteinflößende Filme? Die Angst lässt uns erstarren wie ein Reh das in einen Scheinwerfer blickt. In der Angststarre können wir uns kaum mit etwas anderem beschäftigen. Wir sind nicht in der Stimmung dazu. Wenn man sich von der Angst nicht abwenden kann muss man mit ihr Leben. Da bleiben nur 2 Wege übrig. Entweder wir führen ein Leben in Zerstreuung, Drogenkonsum und Oberflächlichkeit, oder wir fahren unsere Gefühle herunter. Wie das aufsetzen einer Sonnenbrille wenn wir geblendet werden.
Manchmal habe wir dann doch das Bedürfnis uns Emotional wieder zu spüren. Fehlt das Gefühl sind wir wie Tod. Nichts kann unseren Gefühlspanzer besser knacken als ein Horrorshocker. Für andere Emotionen ist man nur schwer zugänglich. Wenn der Schrecken durch die Glieder fährt weiß man das man noch lebt. Aber an einer Horrordosis kann man sich gewöhnen, daher muss der Nächste Horrorfilm härter sein.
Einerseits spürt man dass man noch lebt, andererseits tötet man sich emotional ab, man wetzt sein letzten Rest Mitgefühl ab. So werden Menschen zu Taten befähigt die unsere schlimmsten Alpträume überbieten.
Dieser Welt ins Angesicht zu schauen kann angsteinflößend sein. Wird uns die kollektive Angst um unserer Mitgefühl und unseren Verstand bringen? Von ganzem Herzen nein!
Ich stehe mit meiner Angst nicht alleine da, und ich bin ihr nicht ausgeliefert. Ich übergebe meine Ängste und Sorgen Gott. Er sagt doch das er uns befreit. Wovor müssen wir mehr befreit werden als vor unserer Angst. Wir müssen vor Gott keine Angst haben, die Angst haben uns Menschen nahegebracht die selbst nichts anderes als Angst kennen. In unserer Welt gilt die Wahrheit nicht viel. Auch über Gott werden viele Lügen verbreitet. Wenn es Gott gibt gibt es auch Satan und er ist ein Meister der Lügen. Über Gottes Charakter wird ein ähnliches Lügennetz gespannt wie über dem 11 September. gewoben aus unserer Angst und Unwissenheit.
Wie ein Kind seinen Eltern vertraut vertraue ich Gott mein Leben und somit auch meine Ängste an. Er hält das Weltgeschehen fest in seiner Hand, und mich auch, wenn ich es gestatte. Ich vertraue auf Gottes versprechen. Sie geben mir Zuversicht, Optimismus, Kraft. Meine Aufmerksamkeit ist auf ihn gerichtet. Ansonsten würde mich die Angst unserer Gesellschaft erfassen. Davon kommt die Kraft der Gesellschaft voll ins Angesicht zu schauen. Wird es mir zu viel schaue ich meinem himmlischen Vater ins Angesicht. Der mich über alles liebt und sein Blut für mich vergossen hat.
Samstag, 9. Mai 2009
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